Fläschchen und Schnuller

Während der Schwangerschaft las ich sehr viel über unterschiedliche Fläschchen -und Schnullermarken.

Gleich zu Beginn des Beitrags möchte ich sagen, dass jede Mama ihre eigene davEntscheidung treffen muss, welche Marke für sie und ihr Baby passend ist, ich möchte hier nur beschreiben, warum ich mich so entschieden habe.

Bereits bevor meine Tochter das Licht der Welt erblickte, kaufe ich ein „Starterset“ der Marke MAM – hier war alles dabei, was ich für den ersten Gebrauch benötigte. Nein, ich wusste damals noch nicht, dass ich nicht stillen kann 😉

Den Sterilisator der im Paket enthalten war, empfand ich in der Handhabung (vor allem für die kleineren Fläschchen) unpassend und legte mir einen Mikrowellensterilisator zu.

 

Warum ich mich für MAM als Fläschchen, sowie Schnullermarke entschieden habe:

  • ansprechendes Design
  • unterschiedliche Größen
  • Sauger-Form (als einzige Marke nicht abgeflacht oder der Brustwarze nachempfunden)
  • Anti-Kolik-Effekt (Da ich unterschiedliche Marken ausprobiert habe, kann ich sagen JA, meine Tochter hatte wirklich deutlich weniger Koliken!)
  • toll zu reinigen, da man den „Boden“ des Fläschchens aufschrauben kann
  • angenehme Form des Fläschchens

Natürlich habe ich, so wie oben schon angesprochen, auch andere Marken ausprobiert. Da meine Tochter enorm unter KOLIKEN litt, habe ich ihr fast alle führenden Marken angeboten. Nun, nachdem ich beobachtete, dass meine Tochter am besten mit den MAM-Fläschchen zurechtkam, habe ich die Anderen vorerst einmal in den Keller gestellt, diese kommen aber sicherlich wieder zum Einsatz, wenn die Zeit dafür reif ist 🙂

 

Naheliegend war es für mich, auch die Schnuller der selben Marke zu verwenden. Meine Tochter hat zirka 2 Wochen nach der Krankenhausentlassung alle anderen Schnuller, außer den des KH verweigert (und dieser war in Österreich nicht erhältlich!). Durch Zufall nahm sie eines Tages den der Marke MAM und somit war meine Entscheidung gefallen! Auch hier habe ich 3 verschiedene Modelle ausprobiert, im Moment (mit 7 Wochen) kommt meine Kleine am besten mit dem Modell 0-2 Monate zurecht. MAM-Perfect mag sie gerade überhaupt nicht!

Natürlich werde ich irgendwann einmal eine andere Marke ausprobieren, aus heutiger Sicht wahrscheinlich wenn sie zu zahnen beginnt.

Wenn das Stillen nicht funktioniert..

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.. dann zweifelt man an seinen Mamaqualitäten.

Genau das waren meine Gefühle, als ich, gemeinsam mit meiner Hebamme beschloss, dass meine Tochter ab jetzt mit dem Fläschchen gefüttert wird. In den Wochen danach musste ich mich immer wieder, vor allem bei Ärzten, erklären und habe mir immer mehr gedacht: „Warum muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich meine Tochter nicht stille?“

Warum bekommt meine Tochter das Fläschchen?

  • Weil ich viel zu wenig Milch hatte.
  • Meine Tochter dadurch nicht satt wurde.
  • Ich trotz abpumpen nicht mehr Milch produzierte.
  • Ich mir einen enormen Druck aufbaute, da ich dachte, dass nur gestillte Kinder glückliche Kinder sein können.
  • Aus heutiger Sicht nie nahrhafte Milch vorhanden war.

In den ersten Tagen nachdem ich auf die Fläschchennahrung umstellte, plagte mich zwar das schlechte Gewissen meiner Tochter gegenüber, aber ich merkte zunehmend, wie sich ihr Verhalten änderte, da sie nun endlich satt wurde. Naturlich hatten die KOLIKEN nicht lange auf sich warten lassen, aber zusammenfassend – meiner Tochter und auch mir hat es sehr gut getan, auf das Fläschchen umzusteigen. Sie war endlich satt und ich stand nicht mehr unter dauerhaften Druck sie stillen zu „müssen“!

Die KOLIKEN bekamen wir anfangs nur sehr schlecht in den Griff. Natürlich, meine Tochter musste sich ja erst an die PRE-Nahrung gewöhnen und sich der Verdauungstrakt darauf einstellen. Ich habe von Tropfen über Crems und Globulis alles versucht, um es ihr ein wenig leichter zu machen. Alles umsonst! Bei einigen Produkten wurden die Koliken sogar schlimmer. Was wirklich geholfen hat war ZEIT! Diese Gewöhnungsphase dauerte ungefähr 3 Wochen. Danach hatte sich meine Tochter auch an das Saugen am Fläschchen gewöhnt und immer weniger Luft beim Essen geschluckt. Für welche Fläschchenmarke ich mich entschieden habe, beschreibe ich in einem weiteren Beitrag 🙂

Seit ich eingesehen habe, dass ich KEINE schlechtere Mutter bin, weil ich mein Kind nicht stille, haben sich auch die Abläufe eingespielt. Was ich jetzt, abgesehen von Wechselwäsche, Windeln, usw. in der Wickeltasche habe, wenn ich das Haus verlasse:

  • heißes, abgekochtes Wasser in einer Thermoflasche
  • kaltes, abgekochtes Wasser in einer Mehrwegflasche
  • meist 2 Fläschchen mit abgemessenem Milchpulver
  • weitere 3 Portionen Milchpulver in meinem „Milchpulverturm“
  • eine Fläschchenbürste zum Auswaschen unterwegs
  • ein Lätzchen, da meine Tochter beim Essen gerne sabbert 🙂

Meine Bitte an alle Fläschchen-Mamas – habt kein schlechtes Gewissen, wenn ihr eure Babys nicht stillt!! Wichtig ist, dass ihr es versucht habt und nach getroffener Entscheidung dahinter steht und es euch und eurem Baby gut geht!

Schlafen, aber WIE?

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Mein Zugang zu diesem Thema war geprägt von einer Erfahrung, die ich mit meiner Tochter gemacht habe, bevor ich mit ihr das Schlafen „geübt“ habe.

Was war passiert?

Seit meine Tochter in den Schlaf finden sollte, haben wir das mit unserem „Peziball“ geschafft. Mein Mann und ich sind abends abwechselnd auf dem Ball „gehüpft“, mit unserer Tochter im Arm!

Anfangs hat sie nach etwa einer halben Stunde in den Schlaf gefunden. Ich habe sie immer wie ein „rohes Ei“ ins Bett gelegt, nachdem sie endlich eingeschafen ist.

Pucken (also das „Einwickeln“ in eine Decke, damit sich Babys fühlen, als wären sie noch im Mutterleib) hat bei meiner Tochter nur bedingt funktioniert. Durch die Decke war ihr jedes Mal extrem heiß und ohne Decke hat sie nicht in den Schlaf gefunden. So hat der Teufelskreis begonnen!

pucken-hüpfen-schlafen-ins Bett legen-pucken-hüpfen-schlafen-ins Bett legen…

Bis zu dem Abend, als es 3 Stunden (!!!) unseres täglichen Abendrituals benötigt hat, um meine Tochter in den Schlaf „zu hüpfen“. Da habe ich für mich die Entscheidung getroffen, dass dieses Prozedere weder meiner Tochter, noch mir oder meinem Mann angenehm ist.

So begannen wir das Einschlafen zu üben!

 

Wie seit dem Schlüsselerlebnis das Einschlafen meiner Tochter abläuft:

  • Um etwa 18.30-19.00 Uhr gehe ich gemeinsam mit meiner Tochter in ihr Kinderzimmer. Dort wird sie gewickelt, eingecremt und ich ziehe ihr ihren Schlafanzug an.
  • Gebadet wird sie jeden Mittwoch und Samstag. An diesen beiden Tagen beginnt unser Ritual bereits um etwa 18.15 Uhr.
  • Danach ziehe ich ihr noch ihren Schlafsack an und lege sie in ihr Bett. Dort bekommt sie ihr Abendfläschchen. Das Bäuerchen danach darf naturlich nicht fehlen!
  • Im Anschluss lege ich sie wieder in ihr Bett. Sie bekommt ihren Schnuller und wird zugedeckt.
  • Das Babyphon und die Spieluhr (die ihr auch als Beitragsbild seht) werden eingeschaltet und sie bekommt ein „Bussi“.
  • Danach verlasse ich das Zimmer.
  • Wenn sie beginnt zu weinen, gehe ich sofort wieder in ihr Zimmer. Entweder sie hat ihren Schnuller verloren, braucht noch ein Bussi oder liegt noch nicht gut in ihrem Bett.
  • Meist brabbelt sie noch einige Minuten bis sie in den Schlaf findet.

Ich übe das „alleine“ schlafen naturlich auch während des Tages, allerdings schläft sie hier bei mir im Wohnzimmer auf ihrer Decke – das Prozedere bleibt aber das Gleiche!

Seit wir das Schlafen üben benötigt sie an „schlechteren“ Tagen etwa eine halbe Stunde, an „besseren“ Tagen nur wenige Minuten bis sie eingeschlafen ist. Nachts, nach dem Fläschchen, schläft sie entweder schon während des Trinkens ein, oder nach etwa 5 Minuten.

 

Ich hoffe ich konnte euch mit meiner Schlafroutine einige hilfreiche Tipps geben!

Beistellbett oder schlafen im Elternbett?

Die Frage aller Fragen – und wieder viele verschiedene Meinungen und Ansätze.

Babybett

Meine Entscheidung ist ganz klar auf das Beistellbett gefallen! Das Elternbett gehört mir und meinem Ehemann. Zweifelsohne, zum morgendlichen Kuscheln mit meiner Tochter ist das im Elternbett kein Problem, aber schlafen soll sie in ihrem eigenen Bett.

Ich habe mich für ein Baby/Kinderbett von IKEA entschieden, ihr findet am Ende des Beitrags den Link dazu. Für mich ist das Bett genau passend, da es nicht zu viel „Schischi“ hat, sondern alle Funktionen aufweist, die mir wichtig sind.

  • als Beistellbett und später als „richtiges“ Kinderbett verwendbar
  • klares, schlichtes Design
  • einfach umzubauen, wenn meine Tochter älter wird

Bei mir steht das Bett neben dem Elternbett (mit nur einem Seitengitter), damit ich nachts ihren Hunger schneller stillen kann 🙂

!! UPDATE !!

Mittlerweile steht das Bett meiner Tochter bereits in ihrem Kinderzimmer. Sie findet dort schneller in den Schlaf und wird nicht vom Wecker meines Mannes geweckt. Mit dem Babyphone kann ich sofort hören, wenn sie mich braucht und muss nur wenige Schritte in ihr Zimmer gehen – das schaffe ich sogar mitten in der Nacht.

anstrengend oder aufregend?

sanduhr

Jeder sagte mir „genieße die Kennenlernzeit“ – nur das konnte ich leider nicht wirklich. Ich wusste nicht, wie ich das Schreien meiner Tochter deuten sollte. Was braucht sie? Mache ich etwas falsch? Mache ich das so richtig?

Fragen über Fragen und all die „tollen“ Ratschläge, die aus heutiger Sicht alles nur noch schlimmer gemacht haben.  Fazit der ersten Wochen – wie soll ich das nur schaffen?

Lösung – ich vertraue auf mich!

Keine Sorge, dieses Vertrauen hatte ich am Beginn nicht. Im Gegenteil, es ist mit jedem Tag ein bisschen weniger geworden, vor allem im Verlauf der ersten schwierigen Entwicklungsphase um die 5.Woche herum. Ich wusste nicht mehr weiter!

Dann bemerkte ich langsam eine stetige Besserung. Meine Tochter konnte plötzlich einige Minuten alleine auf ihrer Decke liegen, brauchte nicht mehr nonstop meine körperliche Nähe. Sie schrie nicht mehr unaufhörlich, sondern fand immer besser zur Ruhe – und zeigte mir vor allem erstmals ihr unterschiedliches weinen – nach Nähe, weil sie müde war oder auch weil sie Hunger hatte.

ImVerlauf der Besserung wurde ich nicht nur immer ruhiger, sondern vertraute auch immer mehr auf meine Intuition und sah bei ihrem Verhalten genauer hin. Es war eine enorme Erleichterung im Alltag, endlich ist ein wenig Ruhe eingekehrt. Ruhe, die ich auch wieder nutzen konnte, um einige MEINER Bedürfnisse zu stillen. Nägel lackieren zum Beispiel 🙂

Nun genieße ich die ruhigere Zeit bis zum nächsten Entwicklungsschub – ich halte euch auf dem Laufenden!

 

Warum ich eigentlich hier bin..

… weil ich euch erzählen möchte, wie es für mich ist, Mama zu sein.

 

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Dieses Bild war eines der ersten Ultraschallbilder meines kleinen Wunders, das ich vom ersten Moment an wie verrückt geliebt habe.

 

 

 

All das Bangen und Hoffen, dass alles „gut“ ist, hatte Ende September vorerst den Höhepunkt erreicht. Meine Tochter hat das Licht der Welt erblickt und mich damit vor die größte und schönste Herrausforderung in meinem Leben gestellt.

„Learning by doing“ – eine so treffende Aussage als Mama. Auch ich habe vieles gelesen, gehört und als guten Ratschlag verpackt empfohlen bekommen, doch richtig glücklich bin ich als Mama erst geworden, als ich begonnen habe auf mein Bauchgefühl und meinen Instinkt zu vertrauen und Verschiedenes ausprobiert habe.

Genau das möchte ich hier für euch aufschreiben, damit sich die ein oder andere Mama vielleicht etwas davon mitnehmen kann :).