Ich möchte in diesem Beitrag über jene Gewohnheiten schreiben, die sich nicht bewusst, sonder Stück für Stück, ohne, dass man es wirklich bemerkt, einschleichen.
Und manchmal sind sie leider genau das, was man nicht wollte :).
In meinem Fall ist es vor allem jene Gewohnheit, die sich beim Zubettgehen eingeschlichen hat, ganz leise, über einige Wochen hinweg, immer mehr und mehr, ohne, dass es meinem Mann oder mir wirklich aufgefallen wäre.
Was uns aber dann doch auffiel war, dass sich unsere Kleine beim Einschlafen Abends in ihrem Bett immer öfter beklagte, wenn mein Mann und ich (oder auch nur einer von uns, je nachdem wer das Abendritual übernahm) das Zimmer verließ.
Bisher waren wir noch einige Minuten bei ihr geblieben, gaben ihr dann das Gute-Nacht-Bussi und verließen das Zimmer.
Bis wir ihr Bettchen „hinuntergestellt“ haben, um ein Hinausfallen zu vermeiden.
Damit fing das „ihr könnt doch nicht einfach gehen“ an..
..und damit kam auch wieder das Ausprobieren.
Ausprobieren, welches Ritual meiner Tochter, aber auch meinem Mann und mir, eine gewisse Ruhe beim Einschlafen gab.
Mein Mann und ich waren jedes Mal, als unsere Tochter lautstark nach uns verlangte, ihn ihr Zimmer gegangen. Wir gaben ihr meist ihren „Nucki“ wieder und verließen das Zimmer.
Über einige Wochen hinweg hat sich dabei aber ein „immer öfter nach uns verlangen“ eingestellt. OHNE, dass wir es bemerkt hätten!
Nun ja, was soll ich euch sagen, was einmal beim Einschlafen half, war Abends drauf schon wieder absolut nutzlos.
Meine Vermutung:
Meiner Kleinen macht es zu schaffen, sich vom Tag zu verabschieden, so viel elebte sie und will die Welt eigentlich noch weiter erkunden..
..das geht, wenn sie hundemüde ist, allerdings nicht (mehr).
Was tun wir nun?
Wie gesagt,wir haben einiges ausprobiert.
Von gemeinsam einschlafen, neben ihrem Bett bleiben, oder auch immer wieder zu ihr zu gehen…
…geholfen hat davon nichts!
Mittlerweile entschied ich für mich, was ich als Mama als vertretbar und für meine Tochter als annehmbar halten würde! Denn eines ist klar, es muss für Alle passen!
Wie sieht unser neues Ritual aus?
Ich bleibe, nach dem Umziehen und Duschen noch ein bisschen in ihrem Zimmer. Gemeinsam kuscheln wir uns in einen gemütlichen Ohrensessel und schauen uns ganz,ganz intensiv an. Ich liebe es übrigens hier auch, ihren Geruch einzuatmen :).
Manchmal erzähle ich ihr ganz leise, wie schön ich es finde, ihre Mama zu sein und gemeinsam lassen wir den Tag nochmals Revue passieren ..!
Danach, nein, sie schläft (meist) noch nicht, lege ich sie in ihr Bettchen.
Eine kleine Demonstration ihrerseits ist meist vorprogrammiert. Sie kann r kurz, aber ziemlich lautstark klagen!
ABER nach einigen Minuten beklagte sie sich dann genug und findet (meist) in den Schlaf.
Ja, einige Mamas denken sich bestimmt, dass ich bei ihr im Zimmer bleiben sollte oder Ähnliches, damit sie einschlafen kann.
Glaubt mir, DAS HABE ICH VERSUCHT! Zielführend war es allerdings (wenn überhaupt) nur einen Abend..!

Also, ich schreibe hier nicht von einem Patentrezept, sondern darüber, dass sich (ungute) Gewohnheiten einschleichen können und man dann sehr lange Zeit benötigt, um diese wieder zu einer geordneten Routine zu bringen.
Bleibt dran liebe Mamas, schaut euer Wunder an, „blödelt“ gemeinsam, lacht und kuschelt ganz viel, dann ist der Stress Abends (oder wann auch immer) nur noch „ein bisschen“ schlimm ;)!









