Ich habe lange überlegt, ob und wie ich diesen Blogbeitrag mit euch teile – ich habe mich nun dazu entschieden, weil ich denke, dass es vielen Mamas (natürlich auch Papas) ähnlich geht.
Tipps und Tricks von Mitmenschen sind zwar gut gemeint, aber kommen oft in der falschen Situation oder vollkommen falsch formuliert. Natürlich sind sie (meist) gut gemeint, aber eben nicht die Unterstützung, die man sich als Mama wünschen würde!
Klar ist, jeder der Tipps gibt, meint, es besser zu wissen. Entweder aus eigenen Erfahrungswerten, oder aus purer Überzeugung. Oft entspricht es aber nicht den Bedürfnissen die Mama und Kind in diesem Moment haben, demnach fühlte ich mich in diesen Situationen oft missverstanden.
Mir fiel auf, dass ich Ratschläge von gewissen Menschen leichter, von Anderen kaum annehmen konnte und ich fragte mich warum dies so war. Nun, es kam auf die FORMULIERUNG an.
Wann konnte ich einen Ratschlag überdenken?
Wenn dieser von einer nahestehenden Person, wohlwollend, nicht aufzwingend und der Situation entsprechend formuliert war, fiel es mir wesentlich leichter darüber nachzudenken und für mich abzuwiegen, ob der Tipp nützlich, oder für mich nicht umsetzbar war.
Wann lehnte ich Ratschläge, ohne darüber nachzudenken, ab?
Wenn diese „von oben herab“, nicht der Situation entsprechend und als „Muss“ formuliert waren. Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, lehnte ich den Tipp ab und dachte fortan nicht weiter darüber nach.
Schnell merkte ich, dass alle (noch so lieb gemeinten) Tipps nur dann umsetzbar waren, wenn ich sie für mich und meine Tochter adaptierte. Keine waren 1:1 so umsetzbar, wie sie von der „tippgebenden“ Person gemeint waren. ABER einige waren durchaus hilfreich und begleiten mich und meine Tochter noch heute im Alltag!
Welche Ratschläge ich (für mich passend) umsetzte:
- Den Schnuller im Kinderwagen oder Maxicosi mit einer Stoffwindel zu „fixieren“ – er fiel meiner Tochter immer wieder einmal aus dem Mund und somit war es für sie leichter kontinuierlich daran zu saugen.
- Spieluhr als Orientierungshilfe – Ich hatte zwei unterschiedliche Spieluhren, eine lag auf dem Wickeltisch und wurde nur dann gespielt, wenn meine Tochter gewickelt wurde. Die Andere legte ich beim Schlafen neben sie (oder in ihr Bett) und sie signalisierte ihr, dass nun Schlafenszeit ist.
- Zieh nicht zu viel Kleidung an – Ich überlegte oft, was und wie ich meine Tochter kleiden sollte. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig! Eine Schicht mehr galt für mich nicht immer – ich habe euch zu diesem Thema einen eigenen Blogeintrag geschrieben, den ihr HIER findet.
Immer wieder merke ich , dass einige Ratschläge wieder abgeändert werden sollten, da sich meine Tochter (und auch ich), sowie die unterschiedlichen Situationen wieder weiterentwickelt haben.
Aber natürlich hören die „gut gemeinten“ Tipps wahrscheinlich nie auf.
Ich habe aber meinen Weg gefunden, damit umzugehen und ein „NEIN“ als kompletten Satz anzusehen, es bedarf nicht immer einer Erklärung! Wenn es für mich (und meine Tochter) nicht passt, dann muss ich das nicht erklären, es genügt, mit „Nein“ zu antworten.

Also Mamas und auch Papas, hört nicht nur auf euer Bauchgefühl (das schreibe ich euch so oft in meinem Blog), sondern macht euch bewusst, dass ihr Tipps und Tricks verneinen könnt, ohne dies zu rechtfertigen – ganz alleine aus dem Grund, weil ihr es so empfindet.
Steht zu euch, eurem Kind und vor allem euren Entscheidungen – sie sind richtig, weil ihr sie aus purer Liebe zu eurem kleinen Wunder trefft :)!
Mama, bleib dir treu!









Fläschchen. Als ich ein „Zwischenbäuerchen“ mit ihr machen wollte, begann sie zu schreien. Ich merkte sofort, dass es nicht das übliche Jammern und Schreien war, sondern, dass sie ein anderes Problem hatte, welches ich leider nicht erkannte.