8760 Stunden Mama

Wenn man sich die Summe der Stunden vor Augen führt, klingt es erstaunlich lange, dabei fühlt es sich an, als wäre es gestern gewesen!

Gestern, als die Wehen einsetzten.

Gestern, als alles plötzlich so schnell ging und die Kleine das Licht der Welt erblickte.

Gestern, als mich (und auch meinen Mann) trotz der tollen Vorbereitungen, alles überrollte.

Gestern, als plötzlich nichts mehr so wichtig erschien, wie es noch ein paar Stunden davor gewesen war.

Gestern, als wir, gefühlt von jetzt auf gleich, Eltern wurden.

Ein Blick zurück:

Alles perfekt vorbereitet, mit der privaten Hebamme alles genau besprochen. Die Tage über dem Geburtstermin fühlten sich an wie Ewigkeiten. Ich wollte Mama sein, alles so schön und perfekt durchgeplant und durchdacht. Alles – alles bis auf die Realität.

Die Geburt – schwer aber machbar.

Die ersten paar Stunden nach der Geburt – TOLL, die Kleine war da, ich hatte meinen Körper wieder und war in meinen Wohlfühlklamotten in einem 2-Bett Zimmer sammt netter Zwillingsmama gelandet.

Dann, nach diesen ersten paar Stunden, begann die Realität.

Fernab aller Hormone, gelang das Stillen nicht (das weiß ich aber erst HEUTE!), meine Kleine hatte Hunger, schrie und ich sollte mich noch über den nett gemeinten Besuch freuen, obwohl ich meine Kleine mit meinem Mann gemeinsam einfach nur gerne kennengelernt hätte. Ich wusste nicht wie, was, wo, wann oder auch warum – irgendwie half alle Vorbereitung nichts. Die Mama die ich sein wollte, schaffte ich nicht zu sein. Warum? Auch deshalb, weil ich mir die Zeit dazu nicht gab. Keine Ruhe hatte, meine, unsere Ruhe zu finden. Keine Zeit zum Staunen, zum Bewundern unseres kleinen Wunders.

Ruhe, es heißt ja nicht umsonst „Wochenbett“ – man sollte die Zeit im Bett verbringen :)!

Heute, so wie es sicherlich allen Mamas und Papas geht, weiß ich so viel mehr!

Und dann ist es da, das JETZT!

Kurzum, heute würde ich die ersten Wochen komplett anders erleben wolle. Ich würde sie nämlich erleben wollen, nicht einfach nur funktionieren.

Was würde ich genau anders machen?

*Ich würde die Zeit im Bett verbringen, mit dem kleinen Wunder, und würde uns die Zeit lassen, uns als kleine Familie kennenzulernen!

*Ich würde den Haushalt einfach Haushalt sein lassen. Es geht einfach nicht so weiter wie davor. Diesen Anspruch hatte ich aber an mich.

*Ich würde Familie und Freunden klar sagen, dass ich mir Zeit nehmen möchte um sie zu sehen. ABER nur dann, wenn ich mich mit der Kleinen dafür bereit fühle, nur so lange, so lang es eben für uns passt und ich würde klar kommunizieren, dass ICH (wir) mich melde, wenn es eben an der Zeit ist.

*Ich würde mich mehr trauen, und auf mein Gefühl vertrauen.

*Ich würde mir zwar Blogbeiträge durchlesen, aber bei Gott nicht immer alles ausprobieren. Man kann auch vieles „Verschlimmbessern“. Gerade bei Koliken und einem schwierigen Beginn ins gemeinsame Leben.

*Ich würde nicht so starr an meinen Vorstellungen festhalten. Einen Plan zu haben ist super, allerdings würde ich heute nicht an meiner „Mama-Kompetenz“ zweifeln, wenn etwas eben nicht nach Plan läuft.

*Ich würde nur sehr wenige, sehr ausgewählte Tipps von bestimmten Menschen annehmen. Man merkt sehr schnell, wer es gut mit einem meint.

*Ich würde Routinen nicht mehr starr verfolgen. Ähnlich wie Pläne, sind eben auch Routinen etwas, das sich anpassen sollte. Leider bin ich aber eher der „starre“ Typ und meine private Hebamme hat mir hier auch klar zu Routinen geraten. Heute sehe ich es weitaus entspannter.

Ich sehe heute überhaupt vieles wesentlich entspannter!

*Ich würde mir weniger Gedanken machen, was Andere über mich und meine kleine Maus denken. Gedanken sind frei 🙂 – aber selbst heute fällt mir das in gewissen Situationen noch schwer.

*Ich würde klar und viel deutlicher sagen, was für mich und meine kleine Familie passt und Anderes, welches eben nicht nach unseren Vorstellungen ist, versuchen zu ändern!

Oben beschrieb ich euch bereits, warum ich den Beginn unserer so wertvollen Kennenlernzeit schwierig erlebte. Auch, was ich mit dem Wissen heute, anders, wahrscheinlich besser, machen würde. Trotz aller Anfangsschwierigkeiten habe ich nicht das Gefühl, auf Grund dessen ein weniger inniges Verhältnis – also weniger Liebe – zwischen mir und meiner Tochter zu haben. Eher das Gegenteil!

Ich denke, dass uns dieser schwierige Beginn zu einem so innigen und liebevoll zusammenhaltenden Team, eigentlich einer Einheit, gemacht hat, die wir heute, natürlich mit Papa, sind! Wir haben es uns zwar gegenseitig ein wenig schwieriger gemacht, aber in jeder Hürde, liegt ja bekanntlich eine Chance.

Ich denke, wir haben sie genutzt!

Nach einem Jahr ein Fazit zu ziehen ist, als würde man eben auf all die Minuten zurücksehen und unterm Strich:

Oh Gott, es war anstrengend, nervenaufreibend, ermüdend, wundervoll, gefüllt mit Liebe, voll mit Erstaunen.

Und es hat mich zu einem geduldigeren, entspannteren, vorausschauenderen, gefühlvolleren und klarerem Menschen gemacht.

Traut euch Mama zu sein, durch und durch, auf euer Gefühl zu vertrauen und euch das zu erlauben, was euch und eurem Wunder gut tut. OHNE an die Anderen und deren Gedanken zu denken :)!

Halten in allen Facetten

Zusammenhalten,

Durchhalten,

Aushalten,

Inne halten!

Zusammenhalten,weil zusammen nun Mal alles besser zu schaffen ist. Zusammen, egal ob mit dem Partner, dem Kind oder der Familie. Wichtig ist, gerade wenn die schwierigen Phasen wieder kommen (und bleiben), dann kommt ihr als Mama, Baby, Papa, vollkommen egal, wieder eher und zufriedenstellender zu den sonnigen, wunderbaren Momenten, wenn ihr zusammen haltet.

Einander unterstützt, gut zuredet, euch immer wieder in Erinnerung ruft, dass all das auch wieder vorbei geht. Oft heißt zusammenhalten nicht, immer alles gemeinsam durchzustehen. Gerade bei meinem Mann und mir ist es oft der Austausch über schwierige Situationen und das Anstellen von Überlegungen.

Zusammenhalten mit meiner Tochter heißt für mich, ihr zuzugestehen, dass sie alle Gefühle zeigen soll, wir sie zusammen in Worte fassen (die sie sehr bald verstehen wird), zusammen, mit viel Körperkontakt und dem ein-oder anderem Blödsinn auch die längste und schwierigste Phase überstehen.

Info am Rande, gerade befinden wir uns im „1 Jahres Schub“, der mit Klammern, Jammern und viel Geduld meinerseits grüßen lässt. Dauer: angeblich mehrere Wochen!

Und auch jetzt bin ich manchmal zwar richtig erschöpft, vorallem, wenn es Tage sind, die besonders fordernd waren.

ABER wir halten zusammen, zueinander und zu uns!

Durchhalten, eben genau in solchen Momenten, in denen aufgeben/nachgeben eigentlich die einfachere Lösung wäre. Durchhalten, wissen, dass nicht immer nur die Sonne scheint, dass die grauen Tage eben auch ausgesessen werden müssen.

Nicht nur während Phasen, sondern auch in einzelnen Situationen während des Tages. Gerade dann, wenn meine Tochter, bedürfnissorientert wie sie es ist, etwas haben/oder machen möchte und ich ihr genau das untersage (die Gründe dafür sind so unterschiedlich). Dann halte ich durch, wenn sie ärgerlich weint und die Welt in diesem Moment furchtbar findet. Sie wiederum übt, durchzuhalten, wenn ich Mal wieder länger brauche, um sie anzuziehen, oder das Essen zu machen!

Eine Hand wäscht die Andere :)!

Durchhalten, weil man weiß, dass die furchtbaren Tage und Momente schon bald durch wunderschöne Erinnerungen abgelöst werden!

Aushalten, dass nicht immer alles so gelingt wie ihr es euch als Mama vorstellt. Aber auch, dass es nicht immer nur so ablaufen kann, wie es euer kleines Wunder möchte.

Gerade rund um den ersten Geburtstag, ist es für die Kleinen vollkommen unverständlich, dass sie nicht immer alles so machen können, wie sie es gerade für richtig halten. Wutausbrüche, richtig böses weinen, strampeln und sich auf den Boden werfen, waren bei uns schon dabei.

Was dann hilft?

Aushalten!

Ich kann meiner Kleinen nicht immer alles erlauben, ihr alles ermöglichen, was für sie in diesem Moment gerade passt. Oft passt es nicht in unseren Plan, in meinen Plan, oft muss ich sie vor Verletzungen schützen, und oft, und das gefällt ihr so überhaupt nicht, muss sie erkennen, dass es Regeln und Strukturen gibt, die sie schon in diesem Alter erlernen und erkennen muss.

Aber auch aushalten, dass viele Menschen viele Meinungen haben! Oft nicht eure Meinung. Oft einen guten Rat, der leider so gar nicht zur Situation passt.

Wie heißt es so schön:

Die besten Ratschläge zur Kindererziehung haben jene, die noch keine Kinder haben!

Aushalten, Durchatmen und oft ein Lächeln (Gedanken sind ja frei), helfen über diese Situation hinweg.

Aushalten aber auch, dass die Kleinen ihre Wutausbrüche (meist) dort haben, wo es viel Publikum gibt. An der Supermarktkasse, am Spielplatz, in der Spielgruppe, bei Freunden…!

Aushalten, keine Entschuldigung finden. Einfach da sein, meist weiß man, was die Kleinen so wütend macht.

Aushalten, dass es Momente der Wut braucht zum Lernen und verstehen!

Inne halten, um sich in Erinnerung zu rufen, was man bereits geschafft hat. Was die kleinen Wunder geschafft, haben, jeden Tag Neues schaffen und sich die Zeit nehmen, diese Momente fest im Gedächtnis zu behalten.

Inne halten, wenn etwas nicht funktioniert, oder nicht so, wie man sich das als Mama vorgestellt hat. Oft spielt das Leben ganz anders, als wir es uns vorgestellt haben. Anders, aber ist anders immer gleich schlechter? Nehmt euch die Zeit, in euch zu gehen, euch zu fragen, warum es vielleicht so anderes gekommen ist, und überlegt, ob es dadurch wirklich schlechter ist.

Ob das Einkaufen schlecht lief, weil meine Kleine kurz wütend wurde, als wir das Päckchen in ihren Händen auf die Kasse legen mussten?

Ja! Es war furchtbar, aber nur in dieser Situation. Leute schauen, schütteln den Kopf. Ich erledige alles (vermeintlich) ruhig weiter. Zuhause, als ich an die Situation zurückdachte, war sie vielleicht für mich furchtbar unangenehm, aber meine Tochter hat etwas wichtiges auf den Weg mitbekommen : Am Ende des Einkaufs müssen wir alles aufs Band legen und bezahlen!

Warum ich euch diese Geschichte erzähle? Nun ja, mittlerweile streckt mir meine Tochter schon oft an der Kasse das Teil, welches sie während des Einkaufs betrachten durfte, hin, damit ich es aufs Band legen kann :).

Inne halten und sich darauf bessinnen, was man als Mama (Papa) und vor allem als Familie schon alles erreicht und überstanden hat.

Richtig schwer!

Richtig wichtig!

Richtig liebevoll!

Halten, in allen Facetten, in allen Lebenslagen, so unverzichtbar, so anstrengend, so wunderbar.

Meine Kleine, meine kleine Familie, wir halten uns (aus)!

Die Bedürfnisse stehen an erster Stelle!

Und zwar die Bedürfnisse meiner Tochter!

Ja, an manchen Tagen, gerade dann, wenn meine Kleine wieder sehr klammert und sich kaum trennen kann, besteht unser gesamter Tag eigentlich nur aus den Bedürfnissen meines kleinen Wunders.

Meine rücken da natürlich nicht nur in den Hintergrund, sondern werden an genau diesem Tagen stumm geschaltet :).

Oftmals ist genau das für mich natürlich nicht so einfach. Ja, jede Mama weiß, dass das kleine Wunder jede noch so kleine Faser des Lebens einnimmt, UND DAS IST EIN SO WUNDERBARES UND ZUFRIEDENSTELLENDES GEFÜHL – eigentlich das Beste überhaupt, aber manchmal MUSS auch MAMA (oder Papa) die Bedürfnisse erfüllen.

Bei meiner Tochter und mir waren gerade die vergangenen Tage oft eine Gratwanderung zwischen „alles ist fein“ und „die Welt ist ganz furchtbar“. Eine Veränderung war binnen Sekunden möglich. Viele Dinge um sie auf andere Gedanken zu bringen, kamen nur noch bedingt bei ihr an und somit blieb uns beiden nichts anderes übrig, als die Tage so zu nehmen wie sie gekommen sind.

Abends funktionierte das Einschlafen kaum, meine Kleine fand schlecht in den Schlaf, wachte oft auf und benötigte Hilfe beim „wieder-einschlafen“. Kräftezehrend für mich, aber natürlich auch für meinen Mann. Und die furchtbare Nebenerscheinung einer unruhigen Nacht, ist meist ein zäher Tag. Schlaf-und Wachphasen verschieben sich und nichts ist mehr so, wie es noch Tage davor war.

Ich hatte das Gefühl, dass ich an diesen vergangenen Tagen ausschließlich die Bedürfnisse meiner Tochter erfüllt habe. NATÜRLICH, SO IST ES AUCH GUT, allerdings merkte ich zunehmend, dass es höchste Zeit wurde, auch mir wieder einmal eine „gute halbe Stunde“ zu gönnen.

Liebe Mamas, so schwer es auch ist, diese „Zeit für euch“ – so schwer sie (wie oben beschrieben) auch manchmal zu finden ist, braucht ihr diese, um danach wieder die Power Mamas zu sein, die für die kleinen Wunder wieder versuchen, jedes Bedürfnis zu erfüllen.

Ja, gesteht euch ein, dass die Tage schwierig, kaum planbar und unglaublich nervenzährend sind. Gesteht euch ein, dass ihr genau an diesen Tagen an eure Grenzen kommt, oder sogar darüber hinaus geht. FÜR EURE WUNDER!

Aber gesteht euch auch ein, dass ihr nur dann „funktionieren“ könnt, wenn ihr euch auch ein paar Momente für euch eingesteht. Ich spreche hier nicht von großen Unternehmungen oder langen Auszeiten. Sondern von ein paar Minuten „des nichts-tuns“, des „einfach-nur-dasitzens“, des „runterkommens“.

In diesem Sinne, wünsche ich euch wenige furchtbare Tage, und wenn sie schon so furchtbar waren, dann wenigstens die Zeit euch einzugestehen, dass nicht nur eure Kleinen, sondern auch ihr Bedürfnisse habt :).

Zum Blogbeitragsbild:

Eine meiner Möglichkeiten kurz Kraft zu tanken, mich an meiner Marienkäfer-Lichterkette zu erfreuen. Diese wollte ich unbedingt mit euch teilen :).

In der Ruhe liegt die Kraft!

Und wenn die Ruhe manchmal nicht zu finden ist, dann braucht man neue Kraftquellen :)!

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, ist es in den letzten Wochen sehr ruhig auf dem Blog gewesen. Lange Rede kurzer Sinn:

Meine Tochter hat riesige Fortschritte gemacht!

Und an diesen Fortschritten wollten wir uns nicht nur jeden Tag gemeinsam erfreuen, nein, es brauchte auch Zeit, mit all diesen neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten umgehen zu lernen. Vor allem brauchte ich diese Zeit, da es sprichwörtlich „von einen auf den den anderen Tag“ Neues gab.

Was hat sich seit dem letzten Blogbeitrag also getan?

*Meine Tochter zieht sich ohne Probleme an Gegenständen (und hier sind auch Mama und Papa Gegenstände) hinauf und kommt richtig – also in dem sie wieder in die Knie geht- wieder zu Boden.

*Meine Tochter benützt ihren Lauflernwagen als wäre er ihr Ferrari. Wie haben einen Wagen wie diesen KEINEN, in den man das Baby hineinsetzt. Bis auf die schwierigen Kurven, liebt sie es, damit durchs Haus zu fahren.

*Sie schläft anders! Nämlich zumittag und daher nur noch einmal tagsüber. Solange wir nicht unterwegs sind, kann man hier eine feste Zeit erkennen.

*Das Abend – Schlafritual hat sich geändert. Nicht mehr in unserem Arm, sondern in ihrem Bett, schläft sie nun abends ein. Ich sitze neben ihrem Bett, aber so wie es jetzt ist, schläft sie auch nachts wesentlich ruhiger.

*Meine Kleine braucht weniger Schlaf. Sie schläft morgens nicht mehr so lange, Tagwache ist meistens um zirka 7 Uhr.

*Die Zähne ärgern sie immer noch (und das auch noch länger), mittlerweile hat die zwar zwei Zähne unten, jene im Oberkiefer kommen gerade durch. Daher wird noch öfter als oft gekuschelt und auch ein Schläfchen Morgens bei mir im Bett ist mittlerweile (auch von mir) gern gesehen, wenn es nicht anders geht.

*Jeden Tag lernt sie etwas Neues! Und zwar wirklich JEDEN TAG! Kleinigkeiten, die aber zusammen schon einen richtig selbständiges kleines Mäuschen aus ihr machen.

*Spazierengehen im Kinderwagen braucht mehr Action. Sei es beim Einkaufen, oder auch nur am Weg zum Bus. Meist quatschen wir – und glaubt mir, das sind sehr interessante Gespräche ;).

*Meine Kleine kann mittlerweile schon deutlich besser größere Nahrungsstücke zu sich nehmen. Allerdings wird vieles, gerade Snacks, die ich ihr von der „normalen“ Sorte anbiete, oft wieder hinausbefördert. Mittlerweile mache ich mir, was das Essen angeht, keinen Stress mehr. Ja, wir probieren immer neue Snacks und Lebensmittel, aber erzwingen kann und will ich sowieso nichts.

*Sie versteht so,so viel. Mittlerweile kann sie einiges an Worten und Mimiken deuten und dementsprechend reagieren. Toll, nicht nur für mich, sondern auch für sie. Ihr Zeigefinger ist ihr wichtigster „Wortfinder“. Überall wird er hingestreckt und ich erkläre alles, und immer wieder, ganz geduldig.

Eine so wunderbare, interessante, nervenaufreibende, emotionale Zeit.

Nehmt es mir also nicht übel, wenn ich hier auf dem Blog, wenn überhaupt, viele kürzere Beiträge verfassen werde.

Die Zeit mit meiner kleinen Tochter ist einfach zu kostbar :)!

Die Beinchen erwachen zum Leben!

Und damit auch die Welt der Mamas und Papas. Ein völlig neues Zeitalter bricht an, nämlich jenes, in dem das Baby aktiv wird und buchstäblich auf eigenen Beinen steht.

Darum war es in den letzten Wochen auch ein wenig ruhiger hier auf dem Blog. Ich, sowie auch das kleine Wunder, waren allerdings ständig in Bewegung, Ruhepausen werden nicht erlaubt, die Welt ist im stehen viel zu spannend :)!

Der Weg zum Zwischenstopp:

Lange musste sich meine Kleine gedulden, bis sie es endlich aus eigener Kraft schaffte, sich hochzuziehen und auf ihren kleinen (sooo süßen) Beinchen zu stehen.

Zwischenschritte:

*selbstständig Knie anziehen (in Bauchlage) und wippen

*selbstständig auf den Po setzen (aus Kniestand heraus)

*selbstständig auf die Seite setzen, also in den Sitz kommen

*selbständig auftecht sitzen

*selbstständig wieder in eine Krabbelposotion kommen

*selbstständig in Krabbelbewegung vorwärts kommen (ohne in die Robb-Position zu „rutschen“)

*selbstständig anhalten (festhalten an Gegenständen) in Über-Kopf-Position

*selbstständig hochziehen und stehenbleiben

ALL DAS WAREN KLEINE SCHRITTE ZUM ZWISCHENSTOPP „hochziehen“!

Und all diese Schritte laufen bei den kleinen Wundern anders, im eigenen Tempo, oft den ein, oder anderen Schritt überspringend, ab.

Vergleicht euch und eure Wunder nicht! Dafür seid ihr viel zu besonders (einzigartig)!

Ich war selbst erstaunt, als ich euch diese hier niederschrieb. Es sind verdammt viele, anstrengende, selbst erarbeitete, Schritte. Und noch ein so wichtiger Punkt bei der Entwicklung der kleinen Wunder:

Sie hat all dies selbständig geschafft!

Natürlich, Hilfestellung ist erlaubt, auch das „Schmackhaft-machen“ einer neuer Körperposition. Aber niemals das Hintrainieren, das Hinüben.

Alles zu seiner Zeit!

Und diese Zeit ist bei allen Babys eine andere. Manche sind früher, (ja, auch ich als Mama wollte unbedingt, dass meine Kleine einen Schritt nach vorne kommt) manche später bei einem Entwicklungsschritt. Ja, die Zeit ist schwierig, sie ist langwierig, sie schafft bei den Kleinen oft so viel Ärger, wenn etwas noch nicht aus eigener Kraft geschafft wird.

ABER, es wird geschafft!

ALLEINE!

Und die Freude darüber ist mit nichts anderem vergleichbar!

Die Freude darüber, alleine auf eigenen Beinen stehen zu können (oder auch einen Zwischenschritt geschafft zu haben)!

Es schafft nicht nur Freude, sondern auch MUT, SELBSTVERTRAUEN und die Gewissheit, mit etwas Übung, mit Ausdauer und mit Hilfe der Bezugsperson(en), vieles erreichen zu können.

Welche Eltern wollen ihren Kindern diese wichtigen Säulen der Entwicklung nicht ermöglichen?

Also, traut zu, euren kleinen Wundern, euch, auch aushalten zu können, wenn etwas misslingt, zu trösten, wenn ein Sturz ein wenig „weh“ getan hat. Und freut euch gemeinsam über diesen tollen Schritt in die Selbstständigkeit :)!

ABER, auch Rückschläge gehören dazu!

Aber ich bin mir sicher,auch diese Rückschläge gemeinsam viel besser verkraften zu können :)!

Seit ich Mama bin ..

..ist mein Leben viel entspannter!

Vorweg, nicht nur, weil ich in Karenz bin!

Natürlich war es schwierig!

Gerade die ersten Wochen mit meiner Kleinen waren ehrlich gesagt ziemlich furchtbar. Ein kleines Wunder, dass man in Händen hält, so viele Bedürfnisse und ich als Mama, die keine Ahnung davon hatte, wie ich sie befriedigen sollte. Sie weinte viel, ließ sich oft kaum beruhigen, aß Anfangs schlecht, an Schlaf war nicht zu denken. Eine wahrliche Bewährungsprobe für meinen Mann und mich.

ABER, nachdem die Zeit vorüber war (ich wollte nie daran glauben ,dass das wirklich irgendwann so ist), wurde es von Tag zu Tag „besser“, eingespielter, liebevoller, verständnisvoller und vor allem, wurde das Leben als Mama lebenswerter!

Zu Beginn meines Mamaseins, dachte ich nicht im Traum daran, dass ich mein „neues“ Leben jemals so annehmen und um kein Geld der Welt mehr tauschen würde!

Die Zeit der Nähe.

In diesem Abschnitt fanden meine Tochter und ich zueinander. Viel Nähe, Körperkontakt, kuscheln und kennenlernen. Auf Grund der schwierigen ersten Wochen, kam diese Phase ein wenig später. An Intensität hat sie aber dadurch keineswegs verloren.

Hier fand ich erstmals Eckpunkte meiner neuen Rolle als Mama. Wenngleich hier auch noch nicht wirklich alles rund lief. Ich fand jeden Tag mehr über meine Kleine heraus, versuchte die Mama zu sein, die ich mir für mein kleines Wunder vorgestellt habe.

Die Zeit der Freiheit.

In diesen Wochen lernte ich, dass meine Kleine mich nicht rund um die Uhr benötigt. Zweifelsohne bin ich natürlich immer bei ihr, sie lernte aber auch alleine zu spielen, zu beobachten (und das macht sie wahnsinnig gerne), ihre Welt wahrzunehmen. Eine Zeit, in der ich mich zurücknehmen konnte, oft nicht wusste, wohin mit mir. Die wieder gewonnen „5-Minuten“ für mich, waren plötzlich fremd und ungewohnt. Oft für Haushalt genutzt, selten für mich.

Die Zeit des Lernens.

Gemeinsam mit meiner Kleinen verflochten wir beide immer mehr zu einer Einheit, einem eingespielten Team. Genau wissend, was meine Tochter braucht (zumindest sehr oft kann ich das genau sagen), agierend, abwartend, ob sie Situationen alleine bewältigt. Und in dieser Zeit begann mein Staunen. Staunen darüber, was dieses kleine perfekte Wesen schon alles schafft. Alleine, mit Hilfe, gemeinsam!

Für mich hieß es in dieser Zeit, genau herauszufinden, wann ich mich als Mama zurückhalte, mich zurücknehme und abwarte. Oder aber in die Situation gehe, meine Tochter beim Gelingen unterstütze.

Schwierig, oft misslungen, aber heute sage ich ganz klar:

„Ich spüre es, wenn sie Hilfe braucht!“

Und schlussendlich:

Die Zeit der Gemeinsamkeit.

Das ist jene Zeit, die uns jetzt langsam erreicht. Eine Zeit, in der meine Tochter schon so vieles gelernt und geleistet hat. Sie hat den Prozess des Essens verinnerlicht. Sie kann sich fortbewegen, ihr Radius hat sich somit erheblich vergrößert. Sie schafft es mittlerweile sich selbstständig aufzusetzen, ins Krabbeln zu kommen und erfreut sich so an ihrem Gelingen. Natürlich, gerade jetzt ist es oft so, dass ich sie bei ihrem Gelingen unterstütze, ihr Hilfestellung gebe, wenn sie in einer Situation nicht weiter weiß. Mittlerweile beginnt sie sie hochzuziehen, das sichere „Hinunterkommen“ ist ein langer Prozess, den wir gemeinsam erleben, durchstehen, Rückschläge gemeinsam verkraften und gemeinsam wieder aufstehen!

Ihr merkt, mittlerweile ist es ein gemeinsames Tun. Es ist nicht mehr so, dass meine Kleine und ich „nebeneinander“ leben (bitte euch, das richtig zu verstehen!), sondern ist es vielmehr ein gemeinsames Tempo, welches wir, nach fast einem Jahr, gefunden haben. Wir haben gelernt, dass wir, Kind und Mama (und natürlich auch der Papa), nur zusammen funktionieren, wenn wir uns aufeinander einlassen, uns aufeinander verlassen, gemeinsam wachsen und gemeinsam Möglichkeiten finden, immer wieder neue Situationen zu meistern.

Ihr seht, ich bin als Mama durch so einige Zeiten gegangen. Heute, sicherlich in dem Wissen, bei weitem noch nicht alle erlebt zu haben, kann ich mit Stolz sagen, dass mich meine Tochter reifer, erwachsener, ruhiger, weniger perfektionistisch und klarer in meinem Denken und Handeln gemacht hat. Heute kann ich sagen, dass ich mit ganzem Herzen Mama bin und ich mich auf jeden Fortschritt den meine Tochter und ich machen, freue.

Ich freue mich darauf, gemeinsam weiter zu wachsen, auch gemeinsam zu scheitern, gemeinsam wieder aufzustehen, sich gegenseitig Mut zu machen, gemeinsam über Fehler zu lachen und als kleine Familie gestärkt daraus hervorzugehen!

Meine Familie, das habe ich in dieser Zeit gelernt, geht nicht nur über alles, sondern ist jener fixe Bestandteil, der mich (und in Folge dessen meine Kleine und meinen Mann) ankommen lässt. In jenem Leben, das ich mir nie, auch nur halb so schön, erträumen hätte können.

Dieses kleine, perfekte Wesen macht meinen Mann und mich nicht nur zu so stolzen Eltern, sondern auch zu bewussteren Menschen!

Und mit diesen Gedanken lasse ich euch diesen Beitrag zu Ende lesen, hoffend, dass die ein oder andere Mama genau das selbe über sich und ihr Wunder sagen kann!

All diese Phasen..

.. gehören zum Großwerden dazu!

Ja, ganz ehrlich, ich kann es mittlerweile auch nicht mehr hören.

Auf alles, was nicht ganz nach dem „normalen“ Schema verläuft, ist es die gleiche (unzufrieden stellende) Antwort:

„Das ist doch nur wieder eine Phase!“

JA, das weiß ich, und manchmal beruhigt mich die Tatsache, dass das Gute an Phasen ist, dass sie auch wieder vergehen!

Manchmal, eigentlich ziemlich häufig, würde ich als Mama aber gerne eine genaue Erklärung für das Verhalten meiner Tochter finden und die Antwort kennen, die es mir möglich macht, die Situation „besser“ zu machen.

Ich habe euch in meinem Blog Beiträge zu den ersten beiden „großen“ Phasen (1 und 2) verfasst. Danach, also alle Folgenden (und ja, es waren Einige), bemerkte ich bei meiner Tochter nicht mehr „so schlimm“.

Natürlich, einige Tage waren immer wieder einmal etwas unruhiger und „wurmiger“ als sonst. Ich wusste, dass es wahrscheinlich wieder (wie ja immer) eine Phase sei, in der sich mein kleines Wunder befindet.

Was soll ich euch sagen, ich habe zwar das Gefühl, dass jede Mama (und jeder Papa) diese Phasen in der Entwicklung der Kleinen kennt, aber niemand sonst!

Fremde blicken oft so verwundert, manchmal böse, wenn ich mit meiner Kleinen unterwegs bin und sie gerade einen „Phasen-Tag“ hat. Sie weint dann häufiger, quengelt, ist schneller böse, wenn sie Etwas nicht so hinbekommt, wie sie sich das wünscht.

Ich, wissend warum das so ist, bewahre meist die Ruhe, mache mir keinen Stress. Alleine diese Tatsache scheint manchen Mitmenschen Grund genug zu sein, sich wohl zu denken „Mensch, die ist ja unfähig“..

.. vielleicht täusche ich mich ja, aber ihren Blicken nach zu urteilen, ist genau das der Wortlaut!

ABER ich habe euch ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben, wie ich darauf reagiere – entweder ich spreche es an (vielleicht nicht freundlich, aber direkt), oder ich denke mir meinen Teil :)!

Phase hin oder her, die Zeiten, in denen sich euer kleines Wunder anders verhält, als ihr das gewohnt seid, ist sie Zeit, die eure Kleinen soo viel weiter bringt!

Kognitiv, körperlich, persönlich.

Auch wenn ich mir persönlich während den Phasen sehr schwer tue,stets positiv zu denken und mich daran festzuhalten, dass meine Tochter danach wieder so viel mehr dazugelernt hat, ist es genau das, was es braucht.

Eine Mama, einen Papa, die mit aushalten.

Aushalten, dass man nur lernen kann, wenn man vieles ausprobiert, vieles misslingt,vieles Unzufriedenheit schafft.

ABER DANN, dann, wenn es endlich funktioniert, dann braucht euer kleines Wunder jemanden, der sich mit ihm freut, es positiv bestärkt weiterzumachen, sich nicht entmutigen zu lassen, auch, wenn Etwas nicht gleich funktioniert.

Jetzt sage ich das leicht und voller Überzeugung. Während einer Phase, wenn ich erschöpft und müde bin, dann hilft es oft nur, meine Kleine fest an mich zu drücken und die Welt gemeinsam furchtbar zu finden ;)!

ES GEHT VORBEI!

IRGENDWANN..

ES WIRD SO VIEL SCHÖNER DANACH!

Vielleicht gehört ihr zu den Glücklichen, bei denen die Phasen eurer Kleinen nicht so auffällig sind. Meine Erfahrungen zeigte, dass, je älter meine Tochter wurde, die Phasen weniger „ins Gewicht fielen“. Wenn sie sich allerdings bemerkbar machten, dann machte meine Kleine nicht nur kleine Fortschritte sondern RIESIGE!

DURCHHALTEN, ZUSAMMENHALTEN und gemeinsam wachsen!

Der Gutschigu-Wahnsinn

Ich muss euch hier in diesem Beitrag von ein paar Begegnungen mit Menschen erzählen, die mich schlicht und ergreifend nur WÜTEND gemacht haben.

Vorweg, ich habe immer alle Beteiligten in ihre Schranken gewiesen.

GENUG IST GENUG!

Natürlich, ihr kennt das sicherlich auch, dass gewisse Menschen bei Kontakt zu Babies, ebenfalls zu Babies mutieren. Egal wie alt sie sind!

Meine Frage, wenn erwachsene Personen meine Kleine wie ein Honigkuchenpferd anlachen und ihren Kopf mit komischen, zuckenden Bewegungen von oben nach unten bewegen:

„Was erwartet ihr? Soll meine Kleine wie Superwoman aus dem Kinderwagen springen und mit euch Headbangen?“

Ich kann mir diese Frage leider nicht beantworten, mittlerweile habe ich,auch wenn es böse klingt (!), den passenden Spruch parat:

„Könnten sie bitte damit aufhören! Meine Tochter ist es gewöhnt, dass man normal mit ihr in Kontakt tritt!“

Ja, BÖSE, aber leider verstehen es unsere Mitmenschen nicht anders.

Anfänglich fuhr ich mit dem Kinderwagen einfach weiter, mittlerweile kann ich das leider nicht mehr. Schlichtweg einfach deshalb, weil mir „diese (verrückten) Situationen“ einfach zu oft passiert sind.

UND ICH MEIN KIND DAVOR SCHÜTZEN MÖCHTE!

Eine weitere, mich am Verstand mancher Menschen zweifende Situation, war folgende:

Ich war mit meiner kleinen Tochter einkaufen, sie saß in ihrem Kinderwagen,ich schaute gerade in ein Regal. Während ich die Flasche in den Einkaufskorb des Kinderwagens legen wollte, sah ich doch wahrhaftig wie ein älterer Herr (ebenfalls einkaufend) meine Kleine auf dem Fuß kitzelte und meinte „ja, das ist lustig, gell?“…

…was soll ich euch sagen, ICH WAR SCHOCKIERT!!!

WOHER NIMMT SICH DIESER HERR DAS RECHT,meine Tochter anzufassen?

Folgende Konversation ergab sich aus dem ersten Schockmoment:

„Hören sie bitte sofort auf, meine Tochter zu berühren, was fällt ihnen ein?“

PASST BITTE AUF, WAS DIE ANTWORT DES (verrückten) HERRENS war:

„Na sie regen sich gleich auf, früher war alles anders!“

Sorry, meine Tochter „blöd anzugrinsen“ ist eine Sache, sie aber zu berühren eine GANZ Andere!

Mag sein, dass einige von euch denken, dass ich hier überreagiert habe, für MICH und MEINE TOCHTER war aber genau das die VOLLKOMMEN RICHTIGE REAKTION!

Wir Mamas (und Papas, eigentlich egal wer) müssen unsere Kleinen schützen. Schützen vor all den Menschen, die es anscheinend nicht verstehen können, dass ein Baby zwar noch nicht in der Lage ist sich sprachlich zu artikulieren, dennoch Grenzen hat, die niemand überschreiten darf!

Natürlich meinen es weder der Herr, noch die „kopfwackelnden Honigkuchenpferde“ böse, dennoch muss ihnen aufgezeigt werden, dass sie eine Grenze deutlich überschreiten.

ODER WÜRDE ES NUR MIR ALS MAMA NICHT EINFALLEN,fremde Kinder (oder Menschen allgemein) zu berühren oder (vollkommen sinnlos) wie verrückt anzulachen???

Ich denke nicht!

Eine weitere, wesentlich harmlosere Situation, die mich aber auch immer wieder zum Schmunzeln bringt ist jene, in der Erwachsene, sobald sie Kleinkinder um sich haben, in die Babysprache verfallen und plötzlich mit Gutschigu ankommen..!

Warum denn? Meines Wissens nach sind schon Babies in der Lage auf „normale“ Kontaktversuche altersgemäß zu reagieren.

Warum also Gutschigu?

Bitte, ein Appell am Ende meines Beitrags:

Sprecht mit Kleinkindern (und auch schon Babies) wie mit anderen,erwachsenen Menschen. Die Gutschigu Sprache mag „früher“ (ja, da war bekannter Maßen alles besser) Wunder gewirkt haben. HEUTE sind Kleinkinder durchaus in der Lage euch „toll“ zu finden, wenn ihr „normal“ mit ihnen sprecht und sie somit für ihre Zukunft angemessene Sprachvorbilder haben, die Gutschigu-Sprache ist (Gott sei Dank) keine Weltsprache und wird nur von (äußerst verrückten) Menschen beherrscht.

MÖGE DIESER ZUSTAND GENAUSO BLEIBEN!

Die Tage mit dem Wurm!

Sie sind furchtbar!

Jede Familie kennt sie!

Sie fangen früh morgens mit einem Würmchen an, dieser wird bis zum Abend ein regelrechter Riesenwurm!

Ich spreche von jenen Tagen, an denen einfach nichts gelingen mag!

Alles ist wie immer, doch plötzlich eben nicht mehr gut so, wie es ist. Einfach so, aus unerklärlichen Gründen, findet meine Kleine eine Situation alles andere als komfortabel und protestiert lautstark….und ich als Mama frage mich nur:

„Welcher Wurm ist denn hier gerade drinnen?“

Die Antwort darauf scheint ziemlich simpel zu sein! Liebe Mamas, auch ich habe lange danach gesucht, und glaubt mir der Weg der Erkenntnis war alles andere als einfach..!

Die Antwort lautet:

Keiner weiß das so genau!

Weder eure kleinen Wunder, noch ihr. Weder der Kinderarzt, noch irgendein schlaues Buch! Weder andere Mamas, noch Experten!

Außer natürlich Alle, die noch keine Kinder haben, die können immer auf Alles eine Erklärung zu finden! Aber das ist eine andere Geschichte ;)!

Ich habe mittlerweile gelernt, diese Tage zu nehmen, wie sie kommen!

SIE SIND SELTEN, aber wenn sie „zu Besuch kommen“, dann richtig. Meiner Kleinen dann noch“etwas Recht zu machen“, grenzt an ein unmögliches Wunder.Und doch, diese Tage, das habe ich mittlerweile gelernt, bringen unsere kleinen Wunder in ihrer Entwicklung maßgeblich „weiter“.Wenn sie etwas aus der Bahn wirft, sich ihre Welt von einer, auf die andere Minute anders anfühlt, was sollen sie denn tun?Mitteilen ist ihnen nur durch „protestieren“ möglich, meist eben durch weinen oder quängeln.

Für uns Mamas eine nervenaufreibende, anstrengende und nicht enden wollende Zeit.

Aber ehrlich liebe Mamas, diese Tage (ja, bei manchen sind es vielleicht Wochen) enden wieder und dann, dann ist alles so viel besser.

BESSER, weil das Baby dazugelernt hat!

BESSER, weil es eine neue Sicht auf Dinge(der Welt) erlangt hat.

BESSER, weil es weiß, meine Mama (und auch mein Papa) sind für mich da, wenn mich die Welt gerade überfordert.

BESSER, weil das Baby wieder gelernt hat,mit einer solchen Situation umzugehen, sie durchzusehen.

BESSER, weil die Welt wieder in geordneten Bahnen verläuft.

Und Mamas, genau diese Besserung habe ich immer wenn es „schwierig“ wird vor Augen. Natürlich, in manchen Situation, an „Wurmtagen“, schaue ich meine Kleine an und denke mir „ach Gott, was soll ich denn noch tun, um es dir erträglicher zu machen?“. Aber dann, auch an „solchen Tagen“, entkommt meiner Tochter doch noch ein kleines, aber so wunderschönes und aufrichtiges Lächeln, dass ich wieder alle Steine in Bewegung setzen würde, um ihr noch Eines zu entlocken…!

Was ich euch damit sagen möchte?

Nehmt sie hin, hinterfragt sie nicht!

Wurmtage sind in Ordnung, gehören zum Großwerden dazu und vergehen, so schnell wie sie gekommen sind (meist) wieder.

Ich schließe immer nur durch einen kurzen Check aus, dass meine Kleine körperlich etwas plagt!

Ansonsten kann ich ihr an diesem Tagen nur durch meine Zuwendung,meine Liebe, mit ein wenig Blödelein und mit Nähe „helfen“.

Verzweifelt nicht, liebt eure kleinen Wunder (auch wenn es schwer ist) an diesen Wurmtagen nur noch mehr 🙂!!

Aus ALT mach NEU!

Heute wieder einmal ein Näh-Beitrag 🙂

Wie wahrscheinlich bei jedem von uns, gehören Kleidungsstücke die nicht mehr getragen werden, zum Alltag dazu.

Meine Mama wollte jenes, aus dem ich wieder ein Stück für meine Tochter „zauberte“, eigentlich wegwerfen.

Aber warum?

So vieles kann daraus entstehen :)!

Kurz zur Geschichte warum gerade dieses Stück entstanden ist:

Ich bin eigentlich überhaupt keine „Kleider-Mama“. Meine Kleine trägt vermehrt Hosen.

Allerdings gibt es da doch das ein oder andere Kleid, an dem selbst ich nicht vorbeigehen kann. ABER es sind WENIGE :).

Darunter ziehe ich, auf Grund des Körpergefühls meiner Kleinen, ein Höschen an. Ein sogenanntes Windelhöshen. Ich möchte es unterwegs einfach nicht, wenn meine Kleine „umtenrum“ nur ihre Windel trägt. Ich gehe schließlich auch nicht sichtbar mit meiner Unterhose spazieren ;).

Spaß beiseite!

WINDELHÖSHEN sind SCHWER ZU FINDEN!

Und (fast) alles, was schwer zu finden ist, wird selbstgemacht :). Ein SCHNITTMUSTER fand ich nach einiger Zeit im Internet, einmal ausprobiert und für gut befunden. Ich verlinke es euch HIER.

Ich entschied mich, damit es auch länger passt, für die Größe 12-24 Monate. Allerdings musste ich feststellen, dass diese für meine Tochter, sammt Bündchen, noch um einiges zu groß war. Aber kein Problem, kleiner nähen geht ja bekanntlich leichter, als „größer“.

Das Schnittmuster für das Ballonkleid verlinkte ich euch bereits in einem anderen Beitrag, HIER kommt ihr zu diesem Blogbeitrag.

Ob meine Tochter sich in ihrem Kleid mit Windelhöshen wohlfühlt, werden die nächsten Tage zeigen, wenn sie es das erste Mal anziehen kann. Da das Wetter so schön warm bleiben soll, eilt es nicht und ich konnte es mit dem WUNDERDING Waschmaschine nochmals richtig durchwaschen.

Nein, ich wasche Stoffe nicht vor dem Nähen, sondern danach. Hier scheiden sich die Geister, ob das die richtige Vorgehensweise ist.. macht es wie ihr es für richtig haltet :).

Viel Spaß beim Nähen 🙂 – sollte es Mal nicht gelingen, denkt dran, nicht gleich aufgeben, alles braucht seine Zeit, auch Mamas ;).